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Zum Artikel: Lebensversicherung gern, aber gefördert 29.03.2016

Lebensversicherung gern, aber gefördert

Magazin: Allgemeines Rente
Evelyn Schneider

Die geförderte Altersvorsorge erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Schließlich ist es sinnvoll, staatliche Zuschüsse in die eigenen Vorsorgepläne zu integrieren. Mit der Riester-Rente ist das sehr einfach möglich, vorausgesetzt, man vergisst nicht, die Prämien zu beantragen.

Die Versorgungslücke in der Altersversorgung ist durch die in den letzten Jahren vollzogene Kürzung des Leistungsniveaus der gesetzlichen Rente und die Heraufsetzung des Rentenzugangsalters auf 67 Jahre leider größer geworden. Daher ist es nicht nur sinnvoll, sondern absolut notwendig, im Bereich der privaten Zusatzvorsorge etwas zu tun. Durch die staatlich geförderte Riester-Rente können die zusätzlichen Versorgungslücken geschlossen werden. Aus diesem Grund fördert der Staat bereits seit 2002 die private Zusatzvorsorge durch Zulagen bzw. Sonderausgabenabzug. Die Riester-Rente können alle rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmer und Selbstständige, die in der Künstlersozialkasse versichert sind, abschließen. Auch deren Ehepartner, selbst wenn diese nicht zum förderfähigen Personenkreis gehören, können mit so einem Vertrag staatlich geförderte Vorsorge betreiben.

Die volle staatliche Zulage (154 Euro) erhält, wenn mindestens 4 % des Bruttoeinkommens des Versicherten vom Vorjahr abzüglich der Zulage aufgebracht werden. Wer weniger zahlt, erhält eine entsprechend gekürzte staatliche Zulage. Daher empfiehlt es sich, den steuerlich abzugsfähigen Höchstbetrag von 2.100 Euro pro Jahr auszuschöpfen.

Die Förderung ist sehr attraktiv. Da jedes kindergeldberechtigte Kind mit dem Geburtsjahr 2007 und früher mit einer Zulage von 185 Euro gefördert wird, profitieren vor allem Familien und Alleinerziehende. Für Kinder ab dem Geburtsjahr 2008 beträgt die Zulage sogar 300 Euro. Auch Ehepartner können als mittelbar Förderberechtigte die staatliche Zulage erhalten und einen eigenen Vertrag abschließen.

Die Laufzeit dieser Verträge wurde vom Gesetzgeber festgelegt. Der früheste und späteste Rentenbeginn sind das 62. bzw. 85. Lebensjahr. Innerhalb dieser Zeitspanne kann also der Beginn der Rente frei gewählt werden. Zum Rentenbeginn besteht die Möglichkeit, sich eine Teilkapitalauszahlung von bis zu 30 % des vorhandenen Kapitals zu gönnen. Diese ist dann allerdings voll zu versteuern.

Für den Todesfall vor Rentenbeginn lässt der Gesetzgeber folgende Varianten zu: Die Auszahlung des gebildeten Kapitals abzüglich der staatlichen Zulagen und Steuervergünstigungen an die Hinterbliebenen oder die Übertragung des gesamten Kapitals ohne Abzug auf einen geförderten Altersvorsorgevertrag des Ehepartners. Der Todesfall während des Rentenbezugs muss vertraglich bei Abschluss, ggf. mit Hilfe von Zusatzversicherungen geregelt werden.

Fazit: Eine sinnvolle Variante, die durch die Auswahl der geeigneten Vertragsform vollendet werden kann.



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