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Zum Artikel: Geldverschwendung durch Anbieterwechsel 03.05.2016

Geldverschwendung durch Anbieterwechsel

Magazin: Allgemeines Rente
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Kostenbewusstsein ist ein wichtiges Kriterium, wenn es um die Erwirtschaftung von Gewinnen, das Erzielen einer hohen Rendite geht. Denn Kosten schmälern den Gewinn und vermindern die Rendite. Ein nicht zu unterschätzender Faktor sind allerdings Kosten, die beim Wechsel von Anbietern entstehen.

Es gehört zum Alltag, dass jeder sein Produkt anpreist, als wäre es das Beste. Das ist auch legitim, denn wer nicht hinter dem Produkt steht, was er anbietet, wird es nicht an den Mann oder die Frau bringen.

Gerade bei Finanzprodukten, ist es für den Kunden nicht so einfach, Produkte realistisch zu vergleichen. Wie soll man vorgehen? Anschaulich erscheinen Musterberechnungen. Man sieht, wie viel eingezahlt wird und wie viel am Ende herauskommt. So ist es möglich, zu erkennen, ob das Aufwand-Nutzen-Verhältnis passt. Man kann sogar erkennen, ob ein Wechsel zu einem anderen Anbieter sinnvoll ist und ob man entgangene Gewinne mit dem neuen Angebot ausgleichen könnte.

So einfach, wie das scheint, ist es dann in der Praxis wohl doch nicht. Papier ist geduldig und daher geschieht es sehr leicht, beim Vergleich mit Musterberechnungen auf eine falsche Fährte gelockt zu werden.

Musterberechnungen sind unverbindlich

Auf jeder Musterberechnung findet man einen Haftungsausschluss, der besagt, dass die gemachten Angaben ohne Gewähr sind. Außerdem werden in Musterberechnungen bei der Renditebetrachtung nicht nur die garantierten Zinsen, sondern auch die nicht garantierte Überschussbeteiligung herangezogen. Es liegt auf der Hand, dass die Ergebnisse dadurch viel attraktiver aussehen. Wenn man nun einen vorhandenen Vertrag z. B. anhand der Rückkaufswerttabelle im Versicherungsschein mit einer Musterberechnung eines neuen Angebotes vergleicht, geschieht das unter falschen Voraussetzungen, da in der Rückkaufswerttabelle lediglich die Garantiewerte berücksichtigt werden.

Wechsel ist teuer

Nach dem Abschluss einer Lebens- oder Rentenversicherung werden die Kosten in den ersten Jahren der Laufzeit verrechnet. Aktuell erfolgt das innerhalb der ersten 5 Jahre. Bei älteren Verträgen kann das sogar innerhalb der ersten 3 Jahre erfolgt sein. Dadurch ist es in den ersten Jahren nur bedingt zum Aufbau von Guthaben gekommen. Wer nun den Anbieter innerhalb der ersten Laufzeitjahre wechselt, hat seinen alten Vertrag umsonst bezahlt und fängt mit dem Bezahlen der Kosten eines neuen Vertrages an. Es ist schwer vorstellbar, dass man damit ausreichend Rendite erwirtschaften kann, um am Ende ein besseres Ergebnis zu erzielen.



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